Mehr Unabhängigkeit durch eine App? LifeTime im Test!*

Mach Schluss mit Papierbergen und Unterlagenchaos – mit LifeTime

 

*Dieser Artikel entstand in einer Kooperation mit LifeTime*

 

Wie oft habe ich schon gefühlt eine halbe Weltreise zu einem Arzt gemacht habe, um dann folgendes zu hören: „Ohne die Unterlagen XY können wir Sie aber nicht behandeln“.

Gerade für Patienten mit MS kann so eine halbe Weltreise wirklich anstrengend sein, zugleich sind wir gerne mal ganz besonders vergesslich. Keine ideale Kombi.

Man setzt sich also wieder in die Bahn, fährt nach Hause, macht einen neuen Termin, schleppt das nächste Mal die Unterlagen mit und kann dann froh sein, wenn nicht doch wieder ein Blutbild oder ein Befund fehlen.

Kennst du das? Ich finde es einfach nervig, und ich muss gestehen, dass es mich manchmal richtig wütend macht!

Allerdings, und das weiß ich auch, kann die Sprechstundenhilfe natürlich nichts dafür. Sie macht nur ihren Job. Und so versuche ich irgendwie, mich im Papierdschungel zurechtzufinden, in dem sich jeder chronisch kranke Mensch früher oder später wiederfindet.

 

Umso gespannter war ich, als mich das Team von LifeTime fragte, ob ich nicht Lust hätte ihre neue App auszuprobieren.

 

In diesem Video wird erklärt wie die App funktioniert – mittlerweile sind sogar noch weitere Funktionen hinzu gekommen. So kann dein Arzt dir deine Unterlagen nicht nur per LifeTime Hub, sondern auch dann schicken, wenn du gar nicht in der Praxis bist!

 

LifeTime verhilft mir zu mehr Unabhängigkeit

 

Das Konzept dahinter: Man lädt sich „LifeTime“ gratis im Appstore auf sein Smartphone und speichert dann dort seine medizinischen Unterlagen in digitaler Form ab. Somit hat man immer, egal wo man ist, alle Unterlagen und Informationen zu Ärzten, Befunden und Untersuchungen zur Hand.

Ich finde das Konzept absolut zeitgemäß! Gerade für Menschen wie mich, die zwar chronisch krank, aber dennoch immer auf Achse und am Reisen sind, wird so ein wirklich großes Problem gelöst. Denn ich habe nicht die Kapazitäten, alle Unterlagen mitzuschleppen. Ich möchte auch nicht alles Einscannen und mir auf den Rechner legen, denn den Laptop nehme ich ja auch nicht mit zum Arzt!

Aber mein Handy, das habe ich immer dabei. Und damit neuerdings auch alle medizinischen Unterlagen, die für mich wichtig sind.

LifeTime
Schluss mit den Papierbergen!

Eine App, in der ich meine Unterlagen speichere? Ist das denn sicher??

 

Bevor ich zu den einzelnen Funktionen komme, lass uns kurz über das Thema Datenschutz sprechen  – denn die Frage dazu brennt dir sicherlich so unter den Fingernägeln, wie es auch bei mir war. Denn meine erste Reaktion war natürlich folgende: „Alles in einer App speichern, was meine Gesundheit (oder eben Krankheit) betrifft? Das klingt aber nicht besonders sicher!“.

Meine Bedenken äußerte ich natürlich auch dem LifeTime Team gegenüber. Sie konnten meine Zweifel nachvollziehen und zum Glück auch recht gut zerstreuen. Denn die Daten, die du abspeicherst, werden nicht online, sondern nur auf deinem Handy und auf dem Computer der Arztpraxis gespeichert. Das FAQ auf der LifeTime Website beantwortet zudem eine ganze Reihe weiterer Fragen!

Die App an sich ist mit einem Zahlencode gesperrt, den nur du kennst – so sind deine Daten auch noch sicher, wenn du dein Handy mal verlieren solltest.

Als ich sah, dass die App mit dem ePrivacy Siegel ausgezeichnet wurde, und nachdem die Recherche zu diesem Siegel auch keine bösen Überraschungen bereithielt, entschloss ich mich dazu, LifeTime zu benutzen.

LifeTime

 

Was kann die LifeTime App?

 

Praktisch ist, dass ich hier alle meine Ärzte anlegen kann – mit Telefonnummer und Adresse. Kennst du die Situation, dass zum Beispiel dein Augenarzt fragt, wie die Adresse deiner Neurologin lautet – und du nur mit den Schultern zucken kannst? Hat sich hiermit erledigt.

Am besten gefällt mir aber die Funktion, meine Unterlagen einzuscannen und abzuspeichern – und zwar jeweils einem Arzt zugeordnet. So bleiben gynäkologische Unterlagen beim Frauenarzt, MRTs und Blutwerte beim Neurologen. Jeder Scan kann mit einem Erstellungsdatum versehen werden, damit man weiß, welche Datei die aktuellste ist.

Mir fehlt allerdings die Funktion, einen Arzttermin einzutragen. Ich habe folgende Lösung für mich gefunden: Kennst du die Zettel, auf denen dein Arzt dir deinen nächsten Termin notiert? Wie viele fliegen davon bei dir herum, und wie viele schaffen es tatsächlich in den Kalender oder an die Pinnwand?

Ich mache es mir mit der LifeTime App ganz einfach, indem ich den Zettel abfotografiere und unter dem entsprechenden Arzt speichere. Kein Zettelsuchen, kein Papierkrams. Alles digital, immer zugänglich und geordnet. Meine Termine kann ich so ganz einfach einsehen.

Was mich sehr gefreut hat, ist dass das LifeTime Team direkt auf meinen Vorschlag eingegangen ist und die Terminfunktion nun als eine Option der Weiterentwicklung auf dem Schirm hat. Du und ich können also quasi mit unserem Feedback dazu beitragen, die App noch besser zu machen. Cool, oder?

 

LifeTime für Arztpraxen

 

Es besteht auch die Möglichkeit, dass an dem LifeTime Programm teilnehmende Ärzte dir über ein kleines Gerät, den LifeTime Hub, das bei ihnen in der Praxis steht, direkt die Unterlagen über ein internes WLAN zuschicken können. Auch gibt es eine Software, die die Praxis nutzen kann, um dir jederzeit deine Unterlagen zuzuschicken – so brauchst du zum Beispiel nur einen Anruf zu tätigen, und schon landen deine Befunde in deiner App, sobald dein Arzt sie dir zusendet. Da die App aber noch recht neu ist und bisher keiner meiner Ärzte teilnimmt, konnte ich diese Funktion leider nicht testen.

Chronisch FabelhaftLifeTime

 

 

Für wen ist die LifeTime App das Richtige?

 

Die LifeTime App ist in meinen Augen perfekt für Menschen, die voll im digitalen Zeitalter leben, die keine Angst vor neuen Ansätzen haben und die trotz ihrer Krankheit aktiv und unabhängig leben wollen.

Mir selbst erleichtert die App das Reisen so sehr! Sollte mir im Ausland oder auch nur in einer anderen Stadt etwas passieren, dann habe ich alle Infos zu Hand. Das finden auch die Ärzte klasse und machen große Augen, wenn ich bei ihnen mit meiner neuen App ankomme.

Natürlich muss man wissen, ob man sich sicher fühlt, solche sensiblen Daten auf seinem Handy abzuspeichern. Denn Siegel hin- oder her, jede Person hat ja einen ganz anderen Anspruch an den persönlichen Umgang mit seinen Daten. Manche nutzen nicht einmal Facebook und haben keine Standortbestimmung aktiviert aus Angst vor dem Raub ihrer Daten, und das ist auch völlig okay so.  Es wird es sicherlich Menschen geben, für die diese App eher nichts ist.

Aber wenn du offen für Innovationen bist, dann lohnt es sich für dich auf jeden Fall, die App mal auszuprobieren!

 

Endlich Kopf und Koffer frei für andere Dinge!

 

Denn anstatt mit Ausdrucken durch die Gegend zu tingeln, habe ich nun alles digital dabei. Ich kann selbst Veränderungen kontrollieren, wenn ich im Ausland ein Blutbild machen lasse. Ich weiß, wann genau mein letztes MRT war, wie viel Kortison ich beim letzten Krankenhausaufenthalt bekommen habe und was meine Symptome waren.

Ist auch klasse, wenn man nicht genau weiß, ob das jetzt das Aufflackern einer alten Läsion oder etwas Neues ist, wenn der Körper mal wieder verrückt spielt.

Was mich und meinen Lebensstil betrifft, gibt es also ein klares Ja zur LifeTime App. Ich hoffe, dass ich sie hier in Mexiko nicht brauchen werde. Doch im Falle eines Falles alles Unterlagen hier zu haben, die ist ein bisschen wie ein Sicherheitsnetz – fühlt sich toll an!

***

Wie stehst du solch neuen Innovationen und Apps gegenüber? Siehst du das ganze eher kritisch, oder würdest du eine solche App mal probieren? Was sind deine Bedenken? Lass uns darüber sprechen, hinterlass gerne einen Kommentar!

 

 

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