Ernährung bei MS: Ist dein Konsum von Salz auch viel zu hoch?

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der CLEO App 

Ich gestehe: Ich habe ein Problem.  

An sich lebe ich wirklich sehr gesund: Ich rauche nicht (mehr), ich treibe viel Sport, bewege mich an der frischen Luft. Ich meditiere, entspanne mich, schlafe genug. Ich esse viel frisches Obst und Gemüse und ich koche fast immer selbst und aus unverarbeiteten Produkten. 

Aber bevor ich mir jetzt hier selbst die Goldmedaille der gesunden Lebensführung umhänge, muss ich etwas beichten.  

Ich esse zu viel Salz. 

Und um es noch „besser“ zu machen, kann ich gleich dazu sagen, dass ich bis vor Kurzem noch nicht mal wusste, dass das überhaupt in Bezug auf die MS nicht empfohlen ist. Klar habe ich schon gehört, dass es nicht gesund ist so viel Salz zu essen. Hier kannst du nachlesen, warum das so ist. 

Aber irgendwie dachte ich immer: Das passt schon. Man kann sich ja nicht alles verbieten lassen. Ganz ehrlich: Irgendwie kenne ich diese Gedanken aus der Zeit, als ich aufhörte zu rauchen. Ich dachte damals, ich würde etwas ganz Tolles „aufgeben“, etwas, was mir ganz viel Genuss schenkt. Letztendlich weiß ich nun, drei Jahre später aber, dass wir niemals etwas aufgeben, sondern nur etwas dazu gewinnen, wenn wir ungesunde Verhaltensweisen aus unserem Leben verbannen. Und genau das ist übermäßiger Salzkonsum nun mal. 

Salz und Multiple Sklerose – keine gute Kombination 

Erstmal ist es wichtig, dass du weißt, dass es keine direkte „MS-Diät“ oder „MS-Ernährung“ gibt. Es wurden zahlreiche Studien durchgeführt, doch es konnte nicht nachgewiesen werden, dass eine bestimme Ernährungsform das Voranschreiten der Krankheit aufhält oder beeinflusst. 

Dennoch: Das heißt nicht, dass du dich jetzt auf Pommes, Burger und Co stürzen sollst. Denn es gibt durchaus Empfehlungen, denen MS Patient*innen (und auch Menschen ohne MS) folgen sollten: 

  • Salzaufnahme auf tägl. 5g beschränken (laut WHO) 
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren konsumieren (Leinöl, Olivenöl, Hanföl…) 
  • Lebensmittel mit antioxidativen Eigenschaften bevorzugen (wie z. B. Zitrusfrüchte, Beeren, Nüsse, Kohl, Tomaten, Brokkoli etc.)
  • Ballaststoffreiche Nahrung zu sich nehmen 

Mach ich alles… außer eben die erste Empfehlung. 

Salz bei MS
Ein Teelöffel Salz pro Tag – mehr wird nicht empfohlen…

Warum fällt es mir so schwer auf, Salz zu verzichten? 

Auch wenn ich mittlerweile weiß, dass Salz und Multiple Sklerose keine gute Kombi sind, schaffe ich es nicht so richtig, meinen Salzkonsum zu reduzieren. Ich habe mich wohl einfach an so große Mengen gewöhnt, dass Essen ohne so viel Salz für mich fad schmeckt. Ich bin eine, die nachsalzt, bevor sie probiert hat. 

Und ich weiß: Das muss sich ändern. 

Ich weiß aber auch, dass Veränderungen nicht von heute auf morgen geschehen und dass es deutlich einfacher ist, wenn man Dinge gemeinsam angeht. Ich werde also in den kommenden Wochen meinen Salzkonsum mal genau unter die Lupe nehmen: Welche Gerichte bereite ich zu, in denen ich weniger Salz verwenden kann/sollte? 

Salz kann man nämlich ziemlich gut mit gesünderen Alternativen ersetzen: Frische Kräuter sind perfekt dafür geeignet, den Geschmack eines Gerichts zu unterstreichen. Auch Knoblauch und Zwiebeln machen sich gut als natürliche Geschmacksverstärker. Oder einfach Gewürze: Pfeffer, Chilli, Curry… Die Auswahl ist groß. 

Ich selbst werde definitiv auch darauf achten, weniger salzige Saucen wie Sojasauce und Fischsauce beim Kochen zu verwenden. Wir wissen ja, dass Fisch wegen seiner gesunden Fettsäuren öfters gegessen werden darf. Aber wenn ich mal Sushi esse, dann ertrinkt es in der schwarzen Sauce. Und das ist nun mal nicht Sinn der Sache. 

Salz bei MS
Ich habe nicht nur mit Salz ein Problem, sondern auch mit Sojasauce… erwischt!

Wenn du viele Fertigprodukte isst, dann solltest du hier ansetzen 

Wichtig ist, dass du bei Fertigprodukten ganz genau auf die Zutatenliste schaust. Salz ist in diesen oft reichlich enthalten. Manchmal steht auch nur „Natriumchlorid“ oder „Natrium“ auf der Verpackung. Gar nicht so leicht zu erkennen!  

Ich bin eh Fan vom frisch Kochen, denn da weiß ich ganz genau, was und wie viel davon in meinem Essen steckt. Außerdem lerne ich so ständig etwas Neues über die bunte Vielfalt an Gemüse und Obst, die es so gibt. Wichtig ist vor allem, dass die Ernährung ausgewogen ist. Ich selbst verbiete mir mittlerweile nichts mehr – ich esse auch mal vegane Schokolade, oder eine große Portion Pasta, oder ein Eis. Aber eben alles in Maßen! Auch in Süßigkeiten, Gebäck und Kuchen steckt übrigens oft eine ganze Menge Salz.  

Schaffen wir es gemeinsam, weniger Salz zu essen? 

Ich möchte dich dazu einladen, dich mal mit deinem Salzkonsum auseinanderzusetzen. Wo kannst du einsparen? Kannst du ein Gericht mal ganz ohne Salz kochen und dann ganz langsam nur gerade so viel hinzufügen, wie du brauchst? Ich bin mir sicher, dass du überrascht sein wirst! Ich verspreche, ich mache mit 😉  

Salzfrei und selbstgemacht: So isst es sich am gesündesten

Auch online oder in der CLEO App gibt es viele tolle Rezepte für salzarme Gerichte. Diese App, durch die ich auch überhaupt erst von dem „Salzthema“ erfahren habe, hat drei ziemlich tolle, kostenlose Ernährungsprogramme zusammengestellt. Eines davon richtet sich genau an Menschen wie mich, die vorhaben, ihren Salzkonsum einzuschränken. 

Du findest die App, die speziell für Menschen mit MS entwickelt wurde, gratis in deinem Appstore!

Ich werde auf jeden Fall mal das Gericht mit dem gefüllten Kürbis ausprobieren. Das klingt super lecker… es gibt sogar ein Video in dem Schritt für Schritt gezeigt wird, wie das ganze zubereitet wird. So ist es gleich viel einfacher.  

Ich bin echt gespannt, wie es für mich wird, weniger Salz zu essen. Sicherlich ist es gar nicht so schwer, wie ich mir das vorstelle – also drück mir die Daumen 🙂 

Ich gelobe Besserung… bist du dabei? 

*** 

Hast auch du Lust, deinen Salzkonsum mal etwas gemeinsam mit mir unter die Lupe zu nehmen? Und wusstest du, dass Salz und Multiple Sklerose ein schlechtes Team sind? Lass uns gemeinsam den Weg gehen, das schaffen wir! 

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