Drei Monate sind rum – Meine Coimbra Protokoll Erfahrungen

Lange habe ich dich auf die Folter gespannt, wenn es um meine Coimbra Protokoll Erfahrungen geht – doch nun soll Schluss damit sein 🙂 Heute erzähle ich dir von vorne bis hinten alles, was ich bisher erlebt und festgestellt habe im Rahmen meiner Coimbra Protokoll Erfahrungen. 

Vorab möchte ich sagen, dass ich hier niemanden bekehren möchte – niemals. Das Coimbra Protokoll ist mitnichten eine harmlose easy peasy Therapie, sie ist eine Therapie bei der man sich an strenge Regeln halten muss und die NUR in ärztlicher Begleitung eines ausgebildeten Protokoll Arztes durchgeführt werden darf. Alle Fragen dazu, wie man das Protokoll ganz oder halbwegs auf eigene Faust anwendet, werden von mir gelöscht, da ich das in keiner Weise unterstützen will. 

 

Was ist das Coimbra Protokoll?

Das Coimbra Protokoll ist eine von Dr. Cicero Coimbra, einem brasilianischen Arzt, entwickelte hochdosierte Vitamin D Therapie für Menschen mit Autoimmunerkrankungen. Das Protokoll wird also nicht nur von Menschen mit MS, sondern auch von Menschen mit Hashimoto, Lupus und Fibromyalgie angewendet, um nur einige zu nennen. Dennoch bilden den Großteil der Patien*innen wohl wir MSler*innen.

DIESE Dokumentation zum Protokoll kann ich zum Einstieg in diesen Artikel sehr empfehlen!

 

Es gibt unzählige Studien, die den Zusammenhang von einem Sonnen- und damit Vitamin D Mangel mit dem Entstehen, als auch mit dem Verlauf beweisen. Aktuell wird zum Beispiel an der Berliner Charité eine solche Studie durchgeführt, es gibt also unzählige wissenschaftliche Beweise dafür, dass Vitamin D das Immunsystem moduliert, das ja bei uns MS Patien*innen gerne mal frei dreht, um es mal so auszudrücken. Dr. Cicero Coimbra hat also bereits in den frühen Nullerjahren damit begonnen, in enger ärztlicher Begleitung die Vitamin D Dosis so zu erhöhen, dass sie Allgemeinhin als toxisch, also als giftig gelten würde.

Meine Coimbra Protokoll Erfahrungen zeigen mir immer wieder, dass Ärzte, die das Protokoll nicht kennen, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie hören was für Nahrungsergänzungsmittel und wie viel ich davon nehme.

Ich zucke dann nur mit den Schultern und vertraue meinem Protokollarzt.

Mehr Infos zum Proktoll findest du auf der offiziellen deutschen Website, einige weitere Infos und einen weiteren Persönlichen Bericht zu Coimbra Protokoll Erfahrungen findest du HIER auf meinem Blog. Dort sind auch die ungefähren Kosten vermerkt, deswegen werde ich darauf heute nicht noch mal eingehen, sondern vielmehr erzählen, wie es mir persönlich in den letzten Monaten ergangen ist.

 

Warum habe ich mich entschieden, meine eigenen Coimbra Protokoll Erfahrungen zu machen?

Das kannst du in DIESEM Podcast von mir gerne Nachhören, und dann gleich wieder herkommen, um weiterzulesen 🙂

 

Wie verlief das Erstgespräch mit meinen Protokollarzt?

Ich wusste nicht wirklich, was mich erwartet würde, als ich das erste mal meinen Protokollarzt aufsuchte. Es gibt etwas mehr als zehn Ärzt*innen, die im deutschsprachigen Raum das Protokoll durchführen und die von Dr. Coimbra kostenfrei ausgebildet wurden. HIER findest du eine aktuelle Liste. Mein Arzt nahm sich sehr viel Zeit für mich.

Erst wurde ich zu meinem Krankheitsverlauf, dann allgemein dazu befragt, wie ich lebe und was für eine Person ich so bin. Als der Arzt mich fragte, ob ich ein ungeduldiger Mensch sei, musste ich fast lachen (weil ich wahnsinnig ungeduldig bin). Er meinte, eine solche Ungeduld sei sehr typisch für Menschen mit MS. Er befragte mich auch, wie ich mich ernähre, wie viel ich schlafe, ob ich Meditiere (und verordnete mir tatsächlich Meditation als Teil der Therapie). Auch dass eine begleitende Psychotherapie angeraten wurde, um Ängsten besser zu begegnen und nicht so schnell in Stress zu geraten oder aus der Haut zu fahren fand ich sehr gut und gesamtheitlich.

Endlich hatte ich mal das Gefühl, dass ich hier als Mensch, und nicht als Diagnose oder Symptom behandelt wurde.

Und auch meine weiteren Coimbra Protokoll Erfahrungen haben mir gezeigt, dass diese Therapie für mich die richtige ist. Endlich wurde nicht nur geschaut, was wehtut oder nicht mehr so gut funktioniert. Es wurde geschaut, WARUM es nicht mehr so gut funktioniert. Gefragt, wann dieses und jenes Symptom das erste Mal auftrat.

***EDIT *** Als erster Richtwert kann gelten, dass innerhalb des ersten halben Jahres im Coimbra Protokoll eine Remission, also ein kompletter Stillstand der MS eintritt. Jedoch hängt die Zeitspanne bis zur Revision von vielen Faktoren ab: der Verlaufsform der MS, der schwere der Krankheit und wie lange man sie schon hat. Ist man in Remission, dann können sich, wenn man Glück hat, auch Schübe zurückbilden, die in den letzten 12 Monaten dazugekommen sind. Unter dem Schwindel leide ich schon länger, aber er war erst vor ungefähr 10 Monaten wirklich stark geworden. Auch die Taubheitsgefühle in meiner linken Körperhälfte waren recht neu, und so war ich zuversichtlich. Mein Arzt bremste mich gleich: Das Protokoll ist dafür da, dass die MS nicht weiter voranschreitet. Nicht dafür, dass man „danach wieder gesund“ ist. Das Protokoll wird mich nicht heilen, der es kann dazu führen, dass ich deutlich weniger Symptome habe und vor allem dafür, dass ich, wenn ich mich an die Regeln halte, nicht mehr mit der möglich drückenden Angst vor einer Verschlimmerung umherlaufen muss. 

Auf die Anamnese folgte eine körperliche Untersuchung mit den üblichen neurologischen Tests. Die Ergebnisse waren wie erwartet: Leicht eingeschränktes Empfinden Links, Schwindel. Nichts neues also, aber so leicht, dass der Arzt mir besonders gute Chancen in Aussicht stellte – das stimmte mich natürlich unglaublich optimistisch!

Die Blutwerte, die ich mitgebracht hatte, wurden kontrolliert und mir wurde meine Einstiegsdosis sowie eine breite Palette anderer Nahrungsergänzungsmittel verschrieben. Die Präparate bestelle ich Online, meist bei Amazon.

Coimbraprotokoll
Jede Schachtel enthält die Kapseln, die ich an einem Tag schlucke

 

Meine Coimbra Protokoll Erfahrungen – im ersten Monat

Ich bestellte also eine ganze Wagenladung verschiedener, auf mich abgestimmter Nahrungergänzungsmittel, die bald darauf eintrafen. Alles einzusortieren dauerte etwas, und ich war einfach nur Vorfreude, zu beginnen. Die Menge der Pillen und Kapseln, die ich nun täglich schlucken muss, war am Anfang schon sehr überfordernd. Ich wusste gar nicht wie ich all das runterkriegen sollte – aber naja, man gewöhnt sich dran 😉

Etwas schwieriger war auf jeden Fall die Ernährungsumstellung, die beim Protokoll absolutes Pflichtprogramm ist. Ohne geht es nicht. Man muss sich – vor allem – Calciumarm ernähren. Das hat den Hintergrund, dass Hochdosen Vitamin D dafür sorgen, dass alles mit der Nahrung (und mit dem Wasser) aufgenommene Calcium durch die Nieren geleitet wird. Normalerweise scheidet man das direkt wieder aus, aber nicht so bei uns Coimbristas. Calcium ist ein Mineral, und wird zu viel Calcium durch die Nieren gejagt, können sich dort Nierensteine bilden. Eine Hypercalcämie, also eine Calciumvergiftung, droht – und im schlimmsten Fall kann man sogar eine Niere verlieren (wenn man sich nicht an die Regeln hält). Du siehst, diese sind also nicht zum Spaß da sondern tatsächlich essentiell. 

Plötzlich keine Nüsse, keine Samen, keine Milchprodukte mehr essen zu dürfen, das war schon eine der härteren Coimbra Protokoll Erfahrungen.

Und eine, die mich wirklich traurig gemacht hat (und immer mal wieder macht). Käse und Milchprodukte wegzulassen ist schon okay, aber die Nüsse… hach, doch, die fehlen mir. Aber nun gut, so ist das. Anstrengend ist es auch, dass ich nun kein Leitungswasser mehr trinken darf. Denn das Berliner Leitungswasser enthält bis zu 150mg Calcium pro Liter, und das Wasser meiner Wahl nur 17mg pro Liter. Das heißt: Ab jetzt werden bei mir Wasserkisten in den vierten Stock geschleppt, und klar, das geht auch ins Geld. Aber ich weiß, dass das keine Option, sondern die Grundlage dafür ist, dass das Coimbra Protokoll sicher ist.

*** EDIT*** Nicht jede Person, die das Protokoll macht, muss auf Leitungswasser verzichten. Mein Arzt empfiehlt es jeder Person, egal wie hoch oder niedrig das Calcium ist, aber es gibt auch viele Coimbristas die Leitungswasser trinken. Da ich sowieso schon sehr viel Calcium im Blut habe, gilt diese Regel für mich persönlich besonders streng.

In den ersten zwei Wochen verspürte ich kaum eine Änderung, was ja nicht verwunderlich war. Ich war etwas launisch, sehr emotional und natürlich – immer noch – aufgeregt. Und ich hatte auch ein wenig Angst, dass ich die falsche Entscheidung getroffen habe…

Coimbraprotokoll
Meine Ernährung musste ich komplett umstellen. Nur wer sich an die Vorgaben hält, kann das Protokoll machen.

 

Meine Coimbra Protokoll Erfahrungen – im zweiten Monat

Einen guten Monat nach dem Beginn meiner neuen Therapie hatte ich mein vorheriges Medikament (Tecfidera) komplett ausgeschlichen. Ich fühlte mich sehr gut, und litt fast gar nicht mehr unter Schwindel. Dieser war sonst bei jeder auch noch so kleinen Anstrengung aufgetaucht und quasi mein ständiger Begleiter geworden. Jetzt? Nichts! Ich traute mich, das erste mal wieder eine lange Nachtschicht auf einem Festival zu arbeiten. Also: Stress pur!

Würde ich es schaffen, ruhig zu bleiben und mich nicht stressen zu lassen?

Im letzten Jahr hatte Stress immer dazu geführt, dass eine Taubheit mein Bein und meinen Arm auf der linken Seite durchfloss wie zäher Sirup. Ich konnte quasi die Uhr danach stellen: Hatte ich Stress oder Zeitdruck, wurde meine Seite unangenehm gefühllos. Nicht komplett taub, sondern eher versteift und irgendwie abgeschwächt in der Wahrnehmung. Und siehe da: Ich arbeitete, ich hatte Stress – und NICHTS. Wirklich. An dem Morgen nach meiner ersten Schicht fiel ich so glücklich ins Bett, wie ich lange nicht mehr gewesen war. Und ich war noch etwas anders: Zuversichtlich. Ja, plötzlich spürte ich einen Hauch Zuversicht in mir aufkeimen. 

Das ganze Festival stand ich problemlos durch, und auch in den Tagen und Wochen danach ging es mir immer besser.

Schlechter wurde es im zweiten Monat gar nicht, im Gegenteil: Ich treib viel Sport (ist auch Pflichtprogramm im Coimbra Protokoll), aß gesund (wenn auch wieder mehr Fisch und Eier, weil mir ja sonst fast nichts mehr bleibt was keine Kohlenhydrate hat, die ich nicht in Übermaßen essen möchte).

Ich gewöhnte mich langsam daran, neuerdings die „komplizierte“ Person zu sein, die sich im Restaurant schwer tut etwas zu finden, die bei Freunden zum Essen selbst was mitbringt, weil sie dieses und jenes nicht darf. Würde man mich fragen, was das nervigste sei, dass wäre es ganz klar das: Nicht mehr spontan im Hinblick auf Wasser und Essen sein zu können. Das schränkt mich schon sehr ein. Doch die Verbesserungen in meiner Gesundheit sind einfach zu deutlich, um sich über solche notwendigen Veränderungen zu beklagen…

 

Meine Coimbra Protokoll Erfahrungen – im dritten Monat

Der dritte Monat war ein sehr anstrengender, vor allem psychisch gesehen. Ich war so abgelenkt von anderen, tiefer liegenden Dingen, dass ich mit der MS das erste Mal seit meiner Diagnose einfach quasi „nichts mehr am Hut hatte“. Es ging mir nicht gut, aber – und das ist das krasse – nicht im Bezug auf meine MS! Ich könnte fast sagen, das einzige, was in dieser Zeit gut geklappt hat, ist mein Körper. Der sonst als allererstes die weiße Fahne gezogen und kapituliert hätte bei dem Stress und Druck, dem ich ausgesetzt war (und mich selbst aussetzte).

Ich schluckte weiterhin brav meine gefühlt hundert Pillen am Tag, achtete auf Ernährung und Sport – und schlitterte einmal knapp an der Hypercalcämie vorbei, als ich einen Tag lang nur Leitungswasser getrunken hatte (hatte es nicht geschafft, Wasser einzukaufen – so viel zum Vorausplanen!). Ich setzte das Vitamin D einige Tage ab, und meine Werte normalisierten sich wieder, aber das hatte mich natürlich sehr erschreckt und ich beschloss, ab nun noch pedantischer auf alles zu achten, was ich mir zuführte.

Natürlich treten auch bei mir immer noch dann und wann Symptome auf, vor allem die Missempfindungen im linken Bein und Arm. Diese sind aber deutlich seltener geworden und treten jetzt nur noch auf, wenn ich zu wenig schlafe oder mich körperlich stark verausgabe. Bei rein mentalem Stress treten sie momentan nicht mehr auf.

Dann der große Tag: Kontroll-MRT

Und siehe da: NICHTS. Keine Aktivität, keine Veränderung. Tatsächlich wurde mir mitgeteilt, dass es so aussehe, dass die Läsionen bei mir gerade abheilen. Hammer. In diesem Moment hätte ich die Ärztin am liebsten geküsst! Natürlich wird das nicht allein vom Coimbra Protokoll kommen, vor allem nicht so schnell. Aber ich bin mir sicher, dass die Remission vom CP noch deutlich unterstützt wird. Auch die Mediziner vor Ort waren zuversichtlich. Sie stellten überrascht fest, dass sich auch einige sensible Störungen bei mir zurückgebildet zu haben scheinen – der Schwindel etwa, und vor allem die Missempfindunen auf meiner linken Seite. Ich solle einfach so weitermachen wie bisher, sagte man mir, und ich grinste in mich hinein.

Coimbraprotokoll Erfahrungen
Sport und Meditation sind wesentlicher Bestandteil der Therapie – Pic by Erik Schütz

 

Der Kontrolltermin bei meinem Protokollarzt nach drei Monaten

Angespornt von diesen wunderbaren Coimbra Protokoll Erfahrungen ging ich also zum Kontrolltermin mit meinem Arzt. Zuvor hatte ich – wieder fast komplett auf eigene Kosten – diese und jene Blutwerte bestimmen lassen müssen (die Liste gibt es auf Anfrage von deinem Protokollarzt, auch bevor du in Behandlung bist).

Ich wartete gespannt auf unser Gespräch, in dem ich auch davon erzählte, dass es mir in letzter Zeit gedanklich nicht so gut ging. Zu meiner Überraschung strahlte mein Arzt: Das sei toll! Das ganze ist ja auch ein Reinighungsprozess, und wer sich alten Traumata aus der Kindheit stellt, der sei auf einem sehr guten Wege. Viele Menschen erleben wohl so einen Einbruch im Rahmen des Protokolls, und danach ginge es, so sagte mein Arzt, so gut wie allen deutlich besser. Irgendwie macht das ja auch Sinn, oder? 

Auch die körperlichen Untersuchungen waren sehr zufriedenstellend.

Denn auch hier konnte festgestellt werden: Kein Schwindel mehr. Taubheitsgefühle deutlich verringert. Er strahlte die ganze Zeit und sagte mir, ich sei das allerbeste Beispiel dafür, dass das Protokoll funktioniere. Da war ich schon ein bisschen stolz.

Und vor allem war ich froh und beruhigt, als mein Arzt sich als letztes meinen Blut- und Nierenwerten widmete. Ich mach es kurz: Alles im super grünen Bereich, und das, obwohl ich eine Person bin, die so oder so schon einen sehr hohen Calciumgehalt im Blut hat und die deutlich strenger als manch andere Person sein muss mit dem, was sie isst. Auch der PTH, der Wert, um den es im Coimbra Protokoll zu großen Teilen geht, ist auf einem guten Weg.

 

Fazit meiner Coimbra Protokoll Erfahrungen

Als ich seine Praxis verließ, ging ich wie auf Wolken. Ich hatte schon deutlich gespürt, dass eine Besserung eingetreten war, war mir aber nicht sicher, ob ich mir diese nicht vielleicht einbildete. Aber nachdem sowohl Schulmedizinerin als auch Protokollarzt mir bestätigt hatten, dass meine Symptome sich deutlich gebessert haben unter dem Coimbra Protokoll, war ich sowas von erlöst, dass ich am liebsten die ganze Welt umarmt hätte.

Ich weiß nun, dass ich keine Angst mehr haben muss. Angst? Nein, Respekt – ja! Auf jeden Fall. In alte Muster zurückfallen wäre ein kolossaler Fehler. Aber der Weg, der vor mit liegt, ist plötzlich nicht mehr dunkel und grausam. Ich sehe Licht, und ich habe Vertrauen, dass alles gut werden wird. Ich bin sehr froh, dass ich mich für diese Therapie entschieden habe. 

***

Hast du eigene Coimbra Protokoll Erfahrungen oder Fragen zu dieser noch nicht anerkannten Therapieform? Dann immer her damit! Viele Fragen können auch auf der offiziellen Website des Protokolls beantwortet werden. 

 

Coimbra Protokoll Erfahrungen
Grund zum Strahlen – es geht mir blendend! Pic by Erik Schütz

21 comments

  1. Liebe Samira,

    Ich freue mich so sehr für dich! Es ist so schön vom deinen Erfolgen zu lesen!

    Durch dich bin auch ich zum Coimbraprotokoll gekommen – durch den tollen Gastbeitrag von Alex. Danke dafür und happy healing 😘

  2. Liebe Samira,
    ich habe gerade Gänsehaut am ganzen Körper – und nein, das sind ausnahmsweise mal keine Missempfindungen! 😉 Ich freue mich total für dich und drücke die Daumen, dass es so weitergeht.
    Ich wurde vor fünf Monaten auf Ocrelizumab umgestellt und seitdem verbessert sich bei mir auch alles mögliche plötzlich. Ein tolles Gefühl nach einer langen Phase, in der es nur bergab ging.
    Viele liebe Grüße
    Laura

  3. Hi Samira, dein Bericht zu dem Coimbra Protokoll ist echt interessant. Ich habe auch das Tecfidera abgesetzt, da ich ich ziemlich häufig intensive Flushs davon habe. Jetzt hätte ich noch eine Alternative (Aubagio), da ich sonst schon fast alle Medikamente durch habe. Festgestellt wurde bei mir, dass der Vitamin-Wert auch zu gering ist. Hatte auch mal Tabletten, aber immer davon Magenprobleme. Jedenfalls nehme ich zur Zeit keine Medikamente. Nur viel Bewegung und viel an der frischen Luft und man hat im MRT nichts neues festgestellt (Zeitraum 1 halbes Jahr). Frag mich aber, ob ich vielleicht doch Vitamin D nehmen sollte. Über den Winter sowieso, aber ist es evtl. nicht so, dass das was für den Körper zu viel ist, doch wieder “ausgespült” wird. Was meinst Du.
    Viele freundliche Grüße
    Marko

    1. Hallo Marko, soweit ich weiß ist das nicht der Fall, zumindest nicht bei Vitamin D. Am besten fragst du dazu aber mal z.B. einen Osteopaten oder Heilpraktiker.
      Alles Gute dir,
      Samira

  4. Liebe Samira,
    Ich freu mich sehr für dich! Bei der Stelle mit dem positiven Mrt musste ich fast ein tränchen unterdrücken. So sehr freut mich dein Bericht! Nicht nur für dich, sondern auch für mich. Denn ich bin seit 3 Wochen auch im Protokoll und dein Bericht gibt mir soviel Hoffnung und Zuversicht. Danke dafür!! 💙

  5. Danke, liebe Samira! Dein Bericht gibt mir so viel Mut und Hoffnung! Von mir stammt übrigens der recht neue Erfahrungsbericht in der Facebook Gruppe- ich bin seit einem Monat im CP und habe es noch nicht bereut! Alles Liebe für dich!

  6. Meine Mami hat in 12 Tagen den 3-Monats-Termin bei Dr Z. Ihre Blut- und Urinwerte sind gerade gekommen und sind etwas besser als vor dem Protokoll. Calcium im Urin liegt (nur noch) leicht über dem maximalen Soll von 6mmol. Der DEXA kommt am Montag.

    Über Deinen Artikel wurde mir gerade bewusst, dass wir die Sache mit dem Trinkwasser wohl in den vergangenen Monaten nicht ernst genug genommen haben. Herr Dr. Z sagte uns vor drei Monaten, dass er testen lassen wolle, wieviel Calcium durch BRITTA Filter tatsächlich aus dem harten Berliner Leitungswasser gefiltert wird. Hat er Dir bei Deinem Termin etwas dazu gesagt? Ich werde ihm diese Frage auch per Mail stellen, aber der Gute hat ja viel zu tun…

    Danke, liebe Samira, dass Du so mutig und inspirierend Deinen Weg teilst. Meine Schwester hat mir vorhin diesen Artikel geschickt – zuvor war ich noch nicht auf Deinen Blog gestoßen. Nun hat meine Mami bereits Dein Buch halb durchgelesen und wir haben eben gemeinsam diesen Artikel gelesen. Meine Mami hatte mehrfach ein paar Tränchen in den Augen und ist von Deinem Buch ganz beseelt. Sobald es mir neben der Pflege meiner Mami (sie lebt seit 23 Jahren mit der Diagnose) möglich ist, möchte auch ich es unbedingt zu lesen beginnen.

    Wir beide wünschen Dir ganz viel Kraft und Gesundheit und freuen uns, uns all das, was Du hier bereits geschrieben hast, genüsslich – quasi als gelegentlicher inspirierender Leckerbissen – zu Gemüte zu führen.

    Voll Liebe und Dankbarkeit,
    Niclas und Ruth

    1. Lieber Niclas, liebe Ruth, wie schön von euch zu lesen und dass mein Blog euch Mut und Kraft gibt. Zum Wasser hat Dr. Z. zu mir gerad erst wieder gesagt, dass nur calciumarmes Flaschenwasser in Frage kommt. Von einem Filter hat er nichts erwähnt. Alles Gute euch!
      Samira

  7. Hallo Samira,
    erstmal super, dass du ein Blog für Coimbras machst.
    Super!!!
    Seit einer Woche bin ich auch im Protokoll und freue mich darauf, Tysabri abzusetzen.
    Bei mir wurde MS vor 12 Jahren prognostiziert.
    Meine letzten Schübe sind schon ca. 3 Jahre her.
    Hat jemand Erfahrung nachdem man Tysabri absetzt?
    Würde mich freuen von euch zu hören.
    Beste Grüße
    Mirko

  8. Liebe Samira,

    auch ich freu mich sehr das du gut damit klar kommst und deinen Weg gefunden hast und gehst. Ich habe lange überlegt, viel mit meinem Neurologen gesprochen – der übrigens völlig offen diesbezüglich ist, auch was Marihuana und so betrifft. Ihm geht es vordringlich darum das es wirkt, der Patient sich gut fühlt und keine Nebenwirkungen und Einschränkungen hat.
    Er ist auch in der Forschung tätig und in Österreich einer der Spezialisten auf dem Gebiet der MS.

    Ich könnte jetzt einen ziemlich ausführlichen Absatz drüber schreiben warum für mich das Protokoll einfach nicht in Frage kommt – ich machs aber kurz :).

    .) Keine wirklich belegte Studie – Patientenbefindlichkeitsberichte sind eben keine verlässliche Quelle auch wenn ich sowas gerne lese und mich wirklich wirklich mit den Leuten freue :). Solange es keine Studie – damit meine ich eine echte gestützte Studie nach allen Kriterien und Richtlinien in der Medizin gibt, solange kann ich nicht vertrauen – und sind wir ehrlich Vertrauen ist es was am Ende immer braucht, egal was ich nehme :).
    .) Einschränkung in der Ernährung – ein totales No Go für mich ganz persönlich – das Risiko als Dialysepatient zu enden ist schon recht groß (So passiert in der Schweiz, wurde bei einem Kongress vorgestellt, der Mann hat sich allerdings an die Vorgaben gehalten – naja, toxische Dosis halt.) – mir persönlich zu groß.
    .) Anzahl an Tabletten – sicher kein Ausschlaggebendes Argument aber auch das ist für mich einfach auch unpraktisch und einschränkend – das Geld für die Tabletten und die Untersuchungen ist mir völlig egal dabei :).

    Dennoch und nochmal – das sind meine persönlichen Ansichten und freu freu freu über alle die den Schritt machen und die wirklich Erfolge damit haben – es gibt eben auch andere Wege, wichtig ist das man seinen findet – ob das normale BT ist, Coimbraprotokoll, Ernährung umstellen, Globuli, Handauflegen, …. völlig egal, wenn es hilft ist es richtig, und da widerspreche ich meiner vorherigen Ausführung 😉 braucht es keine großen Studien :).

    Ich hoffe das war euch jetzt nicht zu negativ aber ich wollte neben all den Lobpreisungen, die sicher angebracht sind ob der Berichte, auch eine andere Seite beleuchten.

    Ich wünsche euch super viel Glück und bestes Befinden damit, das macht mich soooooo glücklich 🙂 – ist halt leider nicht mein Weg :).

    GLG,
    Stefan

    1. Lieber Stefan, das ist ganz und gar nicht negativ oder irgendwas sondern mindestens genauso gut und richtig und wichtig wie alle anderen Kommentare hier – alles super und danke für deine differenzierte Sich auf die Dinge! alles Gute dir

  9. Liebe Samira,
    es ist ein-fach fantatisch und großartig ,wie deine Fortschritte in den 3 Monaten sind!!!
    Habe schon auf deinen Artikel gewartet 😉
    Ich bin jetzt fast 7Monate dabei.-) und kann auch nur sagen,das es für mich der beste Weg ever ist:-) Es wird Stück für Stück besser!!
    Ja und Gedult ist ein ständiger Begleiter.! Das zeigt mir dieses Protokoll auch auf.Das war mir nie so Bewußt gewesen! Aber es lohnt sich !
    Und da ich vor 1 Jahr Facebook die Freundschaft gekündigt habe. Freut es mich ,das hier ein Erfahrungsaustauch außerhalb von FB stattfindet.!!
    Eine Frage hätte ich gleich an dich.
    Wie hast du die fast Hypercalzemie bei dir fest gestellt?. Gibts du regelmäßig eine Blutprobe ab?
    Ich hatte vor 6 Wochen auch eine. Diese wurde zufällig bei der 3 Monats Kontrollblutwertuntersuchung festgestellt (da mein PHT noch nicht eingependelt war). Angekündigt hatte sie sich schon vorher.Aber ich hatte die Symotme nicht auf den Schirm, wie Kopfschmerz , Müdigkeit und zum Schluss Erbrechen. Jetzt ist auch bei mir alles im grünen Bereich. Bei mir war wohl die Trinkmenge von 3 Liter nicht ausreichend gewesen. Der Sommer war auch extrem heiß und lang.Aber schön:-)
    Ganz liebe GRüße aus Wolfsburg udn weiterhin Gut Protokoll;-))
    Anke

    Ganz liebe GRüße
    Anke

    1. Huhu Anke, ja, zu der Zeit war ich in enger ärztlicher Überwachung nach einem Arztwechsel, der neue Doc wollte wegen dem Protokoll jede woche einen Bluttest machen und siehe da – gleich beim ersten war mein Calcium deutlich zu hoch. Ich habe mich an dem Tag unglaublich erschöpft gefühlt und musste ständig pinkeln, aber man weiß ja nie ob es nicht vllt auch die MS ist oder oder oder… so oder so, nach 4 Tagen war wie gesagt alles wieder im Lot. Ich trinke mittlerweile fast 4 Liter pro tag, aber ich hab schon immer super viel getrunken 🙂 dir weiterhin alles Gute und Happy Healing!

  10. Super Bericht! Es freut mich dass mittlerweile so viele deiner Leser zum CP gefunden haben 🙂 was man wohl noch erwähnen sollte ist, dass die 6 Monate bis zur remission nur ein Durchschnittswert sind. Es kann bis zu 1 Jahr dauern! Bei progredienten Verläufen noch viel länger. Daher kein Grund vorzeitig aufzugeben. Auch wichtig finde ich zu sagen dass die Ernährung anfangs eine Umstellung ist, mit der Zeit aber easy durchzuführen ist und alles irgendwie selbstverständlich wird. Auch noch wichtig: Alte Symptome können immer mal wieder durchkommen, bei Stress oder Hormonumstellungen insbesondere. Das bedeutet nicht, dass die Therapie nicht wirkt!!Ich habe mittlerweile eine Traum(!) Schwangerschaft hinter mir, ein gesundes und sehr aufgewecktes Kerlchen daheim und mir geht es weiterhin gut. Cp jetzt 1,5 Jahre. Alles Liebe Alex

  11. Hallo 😊
    Dein Bericht war das letzte Fünkchen, welches mich dazu gebracht hat einen Termin bei einem Protokollarzt zu vereinbaren 😊 Danke hierfür! Ich bin schon sehr gespannt und habe schon Ende des Monats meinen Termin.
    Ich habe von meiner Ärztin einiges an Infomaterial erhalten und wollte dich fragen, wo du deine Medikamente bestellst. Es gibt ja 100 verschiedene Online Apotheken und Hersteller. Das verwirrt mich alles etwas.

    Nochmal vielen Dank für deinen Beitrag und deinen Blog. Gerade für mich als “Neu MSlerin” ist dein Blog eine sehr große Hilfe, egal ob psychisch oder mit all den kleinen Fragen des Alltags.
    Ich schicke dir eine dicke Umarmung!

    1. Liebe Kathi, wie toll dass du dich für das CP entscheiden hast. Ich wünsche dir alles Gute dafür! Ich bestelle meine NEMs ganz normal über Amazon.
      Liebe Grüße,
      Samira

  12. Liebe Samira,
    ich bin 38 und muss mich ganz neu mit dem Thema MS befassen 🙁
    Dein Blog hilft – lieben DANK!
    Ich habe entschieden keine klassische Therapie zu beginnen, mich aber für Coimbra entschieden und war auch schon bei einem Protokollarzt. Morgen starte ich und bin sooo gespannt – mein erster Schub war schwer und ich habe immer noch kognitive und motorische Beschwerden, mag aber ohne Kortison weiterkommen.
    Lange Rede… Was ich eigentlich gerne von dir wissen möchte: Wie machst du das mit der Ernährung? Rechnest du “grob” zusammen wie viel Calcium du zu dir nimmst? Und falls ja, wie machst du das…? Kannst du vielleicht einen Internet-Nährwertrechner empfehlen? Ich habe verschiedene ausprobiert, die aber bei gleichen Lebensmitteln ganz unterschiedliche Angaben machen… Ich denke ohne Ernährungsberatung ist es schwer…? Oder lässt du nur Milchprodukte und die Lebensmittel weg, die sehr viel Calcium enthalten? Würde mich sehr interessieren. DANKE dir vorab und von Herzen weiter alles Liebe!!!
    Regina

    1. Hallo Regina, ich drücke dir die Daumen für dein Protokoll!
      Zu deiner Frage: Ich mache es so wie du am Ende beschreibst. Ich esse KEINE Nüsse, Samen (also auch keinen Sesam, keine Leinsamen, kein Körnerbrötchen, keine Chiasamen…) und verzichte komplett auf alle Milchprodukte außer auf Butter (da ist so viel Fett drin, dass das Calcium kaum mehr Platz hat 🙂 )

      Ansonsten achte ich darauf, welches Wasser (und natürlich wie viel davon ich trinke) und versuche, nicht jeden Tag oxalsäurereiche Lebensmittel wie Bananen, Pak Choi, Spinat und Rhabarber zu essen (aber wer tut das schon?).

      Also, um es kurz zu machen: Ich rechne NICHT zusammen was ich esse, da wird man ja verrückt! Einfach keine Nüsse, keine Milchprodukte und beim Wasser aufpassen – fertig 🙂

  13. Huhu liebe Samira,
    Ich hätte eine Frage. Kennst du das Problem mit der Darmträgheit?
    Diese habe ich seit ca 1 Jahr. Früher hatte ich soweit keine körperlichen Probleme damit. Aber jetzt habe ich das Gefühl , das ca 20kg Ballast im Darm sich aufhält,das nicht raus möchte. Jeden2. oder 3 Tag aufs Klo zu gehen ist definitiv zu wenig..
    Kennste du oder ein anderer CP Kandidat das auch und hätten ein Tipp. ?
    Mein Berliner Artz hatte mir Flohsamenschalen empfohlen. Jeden Morgen 1 Esslöffel ..Diese bewirkten nach 4 Wochen leider auch nichts . Nur das ich mich noch voller Gefühlt habe😳oder bin ich zu ungeduldig..
    Oder kann ich mit der Hochdosierung auch damit rechnen,das sich die Darmperistaltik auch wieder bewegt?!
    Leider habe ich darüber auch nichts im Netz gefunden
    Ganz liebe und sonnig Grüße
    Die Anke🙏

    1. Hallo Anke, ich selbst kenne das nicht, aber hat du mal darüber nachgedacht, dass eine hartnäckige Verstopfung und zu harter Stuhl auch ein Anzeichen von zu viel Calcium sein können? Ich würde das auf jeden Fall mal mit dem PA besprechen, einfach nur um sicherzugehen. Der wird dir am besten helfen können!

      Weitere Naturprodukte, die helfen können, sind Trockenpflaumen, über nacht eingeweicht und am Morgen mit dem Einweichwasser zusammen getrunken. Aber vor solchen Experimenten würde ich auf jeden fall mit dem PA sprechen!
      Alles Gute dir

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.